01. Februar 2010
Am 24. Januar 2010 wurde Sr. Judith als Pastoralreferentin in St. Stephanus, Bork verabschiedet. Am 01. Februar 2010 hat sie ihre neue Stelle in Recklinghausen angetreten. Sie gehört nun zum Konvent des sogenannten "Gasthauses an der Gastkirche" – mitten in der Fußgängerzone der Innenstadt gelegen.
Schon im 15. Jahrhundert wurden hier – ausgehend von einer Bürgerinitiative – arme, kranke und gebrechliche Menschen aufgenommen. Heute gibt es im früheren Armen-Gasthaus an der Heilige-Geist-Straße Nr. 7 eine kleine geistliche Gemeinschaft von Ordensschwestern und –brüdern und einem Priester. Sie versuchen, offen zu sein für das, wozu Gott heute mitten in der Stadt herausfordert.
Viele engagierte Frauen, Männer und Jugendliche packen mit an. So können täglich 20 bis 30 – zum Teil obdachlose - Tagesgäste mit Frühstück und Mittagessen versorgt, Menschen in schwierigen Situationen beraten und Trauernde begleitet werden. Kleiderkammer, EINE-WELT-Laden, Besuche im Gefängnis, Flüchtlingsarbeit: all das gehört zum sozialen und solidarisch-politischen Engagement im Gasthaus.
Die kleine Kirche in der Fußgängerzone ist immer offen und lädt ein zu einer kurzen Stille – oder einfach dazu, eine Kerze anzuzünden. Möglichkeit zum Gespräch, Kleinkinder-Gottesdienste, Wanderung auf dem Jakobsweg, Yoga und Qi Gong, Tauf- und Firmvorbereitung: das sind nur einige Angebote der Gastkirche. Gottesdienste werden mit einer Vielfalt von Formen gefeiert und mit besonderen musikalischen Akzenten gestaltet.
Neben der Arbeit in Gastkirche und Gasthaus ist Sr. Judith mit einer Teilstelle als Krankenhausseelsorgerin im Elisabeth Krankenhaus in Recklinghausen-Süd tätig.