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SCHLÜSSELBRETT:


12. - 16.05.2010

Ökumenischer Kirchentag in München


Ökumenischer Kirchentag in München

Damit Ihr Hoffnung habt! Im Rückblick auf den ÖKT kann ich sagen, dass das Thema nicht nur etwas mit einer voranschreitenden Ökumene zu tun hat, sondern ganz aktuell auch mit meinem Ordensfrau-Sein.

Im Blick auf die immer kleiner werdenden Gemeinschaften war es gut zu spüren: Gemeinsam sind wir stark! Keine hätte allein die Aufgaben wahrnehmen und das Programm durchführen können. Doch im Miteinander wurde ganz viel möglich. Dazu gehörten nicht nur die Schwestern und Brüdern unserer großen franziskanischen Familie, sondern auch anderer katholischer und evangelischer Gemeinschaften. Da wurde gelebtes Evangelium erfahrbar. Das hat mir sehr viel Mut gegeben für meinen Weg in den Fußspuren Jesu.

Unser franziskanischer Stützpunkt "clara . francesco" war ein toller Erfolg. Mit etwa 50 Schwestern und Brüdern aus ganz Deutschland haben wir eine "Kirchentagsgemeinschaft" gebildet. Wir wohnten im Franziskanerkloster St. Anna und im Pfarrheim und boten dort und im geistlichen Zentrum auf dem Messegelände ein Programm mit Begegnung und verschiedenen Elementen an.

Ökumenischer Kirchentag
Der franziskanische Stützpunkt "clara . francesco".

Der Tag begann um 6:30 Uhr mit einer Gebetszeit und dem Frühstück. Danach sind die ersten zum Messegelände aufgebrochen. Um 10.00 Uhr mussten bereits der Willkommensbereich, die "Oase der Versuchung", unser Cafe und unsere Stände gerichtet sein.

Das geistliche Zentrum in der Halle B2 war wie eine Wüstenlandschaft gestaltet. Fünf unterschiedliche Oasen luden zum Verweilen und Auftanken ein. Im Willkommensbereich begrüßten wir die Besucher mit einem Becher frischen Wassers. Unsere Einladung zu verweilen und auszuruhen wurde dankbar angenommen. Als sich einige Benediktiner anboten, uns beim Service zu unterstützen, haben wir das gern angenommen und uns über die wachsende Gemeinschaft gefreut.

Auch der "Ort der Versuchung" wurde gut besucht und erhielt ein recht positives Echo. In drei Pavillons hatten wir dargestellt, was in unserer heutigen Zeit zu einer Versuchung werden könnte:

  • ein Laptop zum kostenlosen Chatten,
  • ein 100 €-Schein auf einem Silbertablett und
  • eine kleine Bar mit Alkohol, Schokolade und Chips…

Ökumenischer Kirchentag
100 Euro auf einem Silbertablett.

Die Reaktionen reichten von leichtem Schmunzeln, herzhaftem Lachen bis zu tiefer Betroffenheit. Es ergaben sich intensive Gespräche mit Jung und Alt. - Acht Plakate wurden beschrieben mit der Fragestellung:

Versuchung ist für mich …

Eine Frau kam auf mich zu, nachdem sie die Plakate gelesen hatte, und meinte: "Ich hätte nicht gedacht, dass es noch mehr Menschen gibt, die mit meinem Versuchungsproblem zu kämpfen haben. Das nimmt mir doch ein wenig den inneren Druck!"

Wir hatten nicht mit solch großer Resonanz gerechnet. Doch mit der Freude ging auch die Betroffenheit darüber einher, mit welcher Selbstverständlichkeit vom Alkohol getrunken wurde. Was unsererseits als Dekoration gedacht war, wurde einfach konsumiert. Dagegen hat der 100 €‑Schein die Besucher/innen zum Nachdenken gebracht. Statt entwendet zu werden, hat er sich vermehrt.

Ökumenischer Kirchentag

Durch den Einsatz beim Ökumenischen Kirchentag haben wir Schwestern und Brüder der franziskanischen Familie (insgesamt etwa 120) uns als große Gemeinschaft erlebt. Das hat uns mit Freude und Hoffnung erfüllt.

Mehr zum Thema im Internet:
www.infag.de ("Franziskanische Hoffnungszeichen auf dem ÖKT in München")

Sr. Susanna Stader


 

 

Hände
unserer Stifterin

Catharina Damen, genannt M. Magdalena:
tatkräftig und doch ruhend im Gebet,
Ausdruck ihrer Grundhaltung:
"Lausche auf Gott
tu, was ER dir eingibt,
vertrau IHM ganz.
ER,
Gott wird sorgen."


 

Pax et bonum!

Friede
und alles Gute!

 

 

  mail@franziskanerinnen-lh.de