Welche Schwester hätte gedacht, dass sie noch einmal silberne Rosen bindet, wie es nach altem westfälischem Brauch fürs Kränzen zur Silberhochzeit geschieht.
Das Antoniushaus - unser Seniorenheim - wird 25 Jahre alt. Aus diesem Anlass kam der Heimleiter, Herr Borgert, auf die Idee, uns als Nachbarschaftskonvent anzuschreiben mit der Bitte, zum Fest zu kränzen. Zunächst wurde der offizielle Brief aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft nicht recht verstanden. Doch Dank einiger kundiger Mitarbeiter aus Westfalen wurden wir schnell aufgeklärt.

Nachdem wir mit dem Brauchtum vertraut gemacht wurden, haben wir gerne den Dreierschritt des Kränzens mitgemacht.
- Kranz ausmessen
- Rosen drehen und Kranz binden
- Kranz auf und wieder abhängen.
Wir Schwestern hatten schnell verstanden, worauf es neben dem geselligen Tun ankam: Der Kranz durfte nicht "trocken" werden. Und dafür sorgte die Nachbarschaft, die sich wahrlich nicht lumpen ließe und stets aufmerksam mit einem guten Tropfen zur Stelle war.

Die gelungene Gemeinschaftsarbeit, die allen viel Freude bereitet hatte, mündete dann in ein gut besuchtes Sommerfest.
Herrn Borgert gilt noch einmal ein herzliches Danke Schön für diese nette Idee, durch die das Gemeinschaftsgefühl zwischen Schwestern, Mitarbeiter/Innen und Heimbewohner/Innen erneut vertieft wurde.






