Gasthaus sammelte die meisten Handys im Kreisdekanat Recklinghausen

Marc Gutzeit, Geschäftsführer des Stadt- und Kreisdekanatsbüros Recklinghausen, gratulierte Thea Suthues vom Eine-Welt-Laden und Schwester Judith Kohorst vom Gasthaus (von rechts) zum Sammelerfolg.
Marc Gutzeit, Geschäftsführer des Stadt- und Kreisdekanatsbüros Recklinghausen, gratulierte Thea Suthues vom Eine-Welt-Laden und Schwester Judith Kohorst vom Gasthaus (von rechts) zum Sammelerfolg.

Eine Urkunde, eine missio-Schutzengelplakette und einen Gutschein über 100 Euro eines Eine-Welt-Ladens hatte Marc Gutzeit, Geschäftsführer des Kreis- und Stadtdekanatsbüros Recklinghausen, im Gepäck. Sein Ziel: das Gasthaus in der Recklinghäuser Innenstadt. Denn die Aktiven haben gewonnen. Sie haben in der vom Hilfswerk missio bundesweit ausgerufenen „Woche der Gold-Handys“ im Kreisdekanat Recklinghausen die meisten ausgedienten Mobiltelefone gesammelt. „Ich bin beeindruckt und auch ein bisschen stolz, wie viele Menschen ihre alten Handys zu uns gebracht haben“, gibt Schwester Judith Kohorst zu. Sie hat die Aktion im Gasthaus und im angeschlossenen Eine-Welt-Laden organisiert. Mehr als 300 Handys seien in der Woche vom 1. bis zum 7. September zusammengekommen. „Und jetzt haben uns noch einmal fast 150 Handys erreicht“, berichtet sie. Als sie zum Start die ersten Kartons gefaltet habe, hatte sie mit fünf oder sechs alten Mobiltelefonen gerechnet. „Und am ersten Tag war der erste Karton bereits dreiviertel voll“, sagt Schwester Judith.

Die Ordensfrau hat sich für die Aktion ins Zeug gelegt. „Denn es ist eine tolle Idee. Ich weiß, wie schlecht es den Menschen im Kongo geht.“ Bei der missio-Aktion ging es um weit mehr, als darum, alte Handys zu sammeln und zu recyceln. Während der „Woche der Gold-Handys“ ging es auch um Aufklärung. „Eine Ursache des blutigen Konflikts im Kongo sind Mineralien wie Gold und Coltan – eben genau die Rohstoffe, die in Handys üblicherweise verbaut werden“, erklärt Schwester Judith. Rebellen brächten die Mineralien illegal außer Landes, um ihren Krieg zu finanzieren. Jeder könne helfen und etwas unternehmen, damit es anderen besser gehe. Dafür sei die Aktionswoche der beste Beweis.

Ausgediente Handys können übrigens noch jederzeit zum Hilfswerk missio nach Aachen geschickt werden oder am missio-Fluchttruck abgegeben werden, der wieder auf Tour durch das Bistum Münster ist.

Text / Foto: Michaela Kiepe, Bischöfliche Pressestelle
17.11.2017

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