Franziskanerinnen Lüdinghausen
 
 

 
 
Gründerin  
 
 
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  Franz & Klara  
 
 
SCHLÜSSELEREIGNIS: Gründerin


Mutter Magdalena 
 
 
Schlüsselereignis

Catharina Damen, Mutter Magdalena (1787 – 1858)


In einer Kleinstadt im Süden der Niederlande wohnen vier junge Frauen zusammen. Sie gehören der Laiengemeinschaft des hl. Franziskus an und helfen Kindern, Armen und Kranken. Eine der Frauen ist Catharina Damen. Sie ist die Tochter einfacher Landleute, geb. am 19.11.1787 in De Laak bei Stevensweert. Im Jahre 1825 tritt Pastor van der Zandt aus Heythuysen an die Gruppe heran mit der Bitte, zwei von ihnen möchten die Betreuung von Kindern in seiner Gemeinde übernehmen. Nur Catharina ist dazu bereit. Sie macht sich allein auf den Weg. - Der Pastor ist enttäuscht. Statt eines Willkommgrußes muss Catharina seine Bemerkung an den Kutscher hören: "Die hätten sie auch behalten können."

Obwohl der Pfarrer Catharina nur wenig zutraut, sieht er bald ein, dass sie in der Dorfgemeinschaft geschätzt wird. Vor allem Kinder kommen gern zu ihr. Sie gibt ihnen Unterricht in Handarbeit und spricht mit ihnen über Gott. Catharinas Gottverbundenheit und ihre Nähe zu den Menschen wirken anziehend. Nach zwei Jahren bitten drei junge Frauen, sich ihr anschließen zu dürfen. Freudig empfängt sie jede einzelne: " Sei willkommen. Gott schickt dich. Er weiß, dass ich Hilfe brauche. Lass uns gemeinsam dem guten Gott dienen."

SCHLÜSSELereignisse

Die vier Frauen leben sehr einfach im Geist des hl. Franziskus und helfen, wo ihre Dienste gefragt werden. Doch Catharina sucht nach einer ausdrücklicheren geistlichen Lebensform. Sie fühlt sich gedrängt, für ihre Gemeinschaft die Anerkennung der Kirche zu erbitten. Dazu fehlen jedoch alle Voraussetzungen: Die Frauen haben weder Geld für den Kauf eines geeigneten Hauses, noch hat eine von ihnen eine entsprechende Ausbildung. Catharina kann nur die Zusicherung anbieten:

"Es soll nicht mein Werk sein. Gott wird sorgen!"

Gründerin

Mutter Magdalena

Verwunderlich ist es nicht, dass der Bischof Catharinas Anliegen zunächst abweist. Seine Absage kann ihren Glauben jedoch nicht erschüttern: "Ich habe nichts erreicht," sagt sie ihren Gefährtinnen "aber vertrauen wir weiter auf Gott. ER drängt mich zu diesem Werk. Er wird die Wege ebnen."

Nach kurzer Zeit wendet sich Catharina wieder an den Bischof und trägt ihm ihre Bitte noch einmal vor. Dieses Mal geht er darauf ein, gibt ihr eine Zusage. Er gesteht Pastor van der Zandt, dass er fest entschlossen war, die Zustimmung zu verweigern, sich aber dann unfähig gefühlt habe, Catharina abzuweisen. Er schreibt dem Pfarrer: "Sie soll anfangen und tun, was Gott ihr eingibt."

Gute Menschen helfen den Frauen, ein größeres Haus zu kaufen und so wird am

1O. Mai 1835 das erste Kloster eingeweiht.

Catharina – mit Ordensnamen Mutter Magdalena - leitet die schnell wachsende Gemeinschaft in ihrer freundlichen und einfühlsamen Art. Sie spricht mehr durch ihr Beispiel als durch Belehrung. Dieses Beispiel wirkt auch weiter, als sie nach fünf Jahren die Leitung der Gemeinschaft aus der Hand gibt und sie einer jungen, begabten Mitschwester überträgt.

Mutter Magdalena stirbt am 7. August 1858.



 

"An Mutter Magdalena fasziniert mich…"

"… dass sie mutig und
vertrauensvoll Gottes Ruf folgte!"

"… dass sie eine schlichte, mutige und eine offene Frau war: offen für den Ruf Gottes, offen für die Menschen, die zu ihr kamen und die ihr anvertraut wurden, offen für das, was in der jeweiligen Situation von ihr gefordert wurde.
Weil sie in Gott verwurzelt war, aus der Stille und dem Gebet ihre Kraft holte, konnte sie trotz aller Widerstände mutig ihren Weg gehen, den sie als den richtigen erkannt hatte."

Sr. Heriburg

"… dass sie Menschen so genommen hat wie sie sind, auch in großer Verschiedenheit. Dass sie Schritte getan hat, auch wenn sie noch nicht sehen konnte wohin diese sie führen würden, etwa als sie aus Masseik nach Heythuysen aufbricht."

Sr. Petra-Maria

"....dass sie eine kontemplative und zugleich entschlussfähige, tatkräftige Frau war".

Sr. Liboria

"… dass sie Antworten gab auf die Zeichen der Zeit."

Sr. Gertrud

"… dass sie in franziskanischer Einfachheit aus dem Evangelium lebte. Sie sprach nicht viel, aber ihre lautere Gesinnung strahlte aus auf die Menschen. Sie begegnete den Zufällen des Lebens mit Gelassenheit, weil sie in ihnen Gottes Vorsehung am Werk wusste."

Sr. Magdalena

"... dass sie eine geradlinige, in sich ruhende Persönlichkeit war,
eine Frau des Gebetes, - schlicht und authentisch, zugleich initiativ und willensstark;
ein Mensch, der hinter seinen Auftrag zurücktreten konnte;
eine Frau mit einer ‚merkwürdigen Unabhängigkeit und Sicherheit’ (A. Cools).

Sr. Veronika


 

 

Hände
unserer Stifterin

Catharina Damen, genannt M. Magdalena:
tatkräftig und doch ruhend im Gebet,
Ausdruck ihrer Grundhaltung:
"Lausche auf Gott
tu, was ER dir eingibt,
vertrau IHM ganz.
ER,
Gott wird sorgen."


 

Pax et bonum!

Friede
und alles Gute!

 

 

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