Impuls zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2016

Impuls zum Weltfriedenstag.

Kurz vor Weihnachten kommt Sr. Hiltrud aus der Stadt heim in den Konvent. Sie legt eine klitzekleine Tüte Plätzchen auf den Tisch. "Wie nett!", denke ich spontan. "Da haben sicher wieder Ministranten oder Pfadfinder Weihnachtsplätzchen gebacken. Nicht neu, aber immer wieder anrührend!"

Doch weit gefehlt! Die Tüte trägt einen Anhänger mit der Aufschrift:

I am Muslim
– and –
I love Jesus.

Eine Gruppe junger Muslimas, mit Kopftuch, stand in der Fußgängerzone und verteilte die Plätzchen, auch an Sr. Hiltrud, die als Ordensfrau erkennbar war. Erst nahm sie die Plätzchen, dann ging sie zurück, fragte nach – und erhielt als Antwort: "Wir wollen Euch das zu Eurem Fest schenken."

Ob so Frieden geht, im ganz Kleinen? Peinlich berührt frage ich mich: Wann habe ich schon mal einem Moslem zu seinem Fest gratuliert? Dient das dem Frieden? Oder soll man den Frieden den Politikern überlassen? Oder gar dem Militär? Denen, die "wirklich" was ausrichten können, den Reichen und Mächtigen? Nein, Friede fängt im Kleinen an. Geben wir ihm einen Platz – oder wenigstens ein Plätzchen!

Aus der Botschaft des Papstes zum diesjährigen Weltfriedenstag:
"Schließlich möchte ich die Jugendlichen erwähnen, die sich zusammentun, um Projekte der Solidarität zu verwirklichen (…) Allen, die sich in Aktionen dieser Art engagieren, auch wenn diese nicht öffentlich bekannt werden, möchte ich danken und sie ermutigen: Ihr Hunger und Durst nach Gerechtigkeit wird gesättigt werden, ihre Barmherzigkeit wird sie selbst Barmherzigkeit finden lassen, und insofern sie Friedenstifter sind, werden sie Kinder Gottes genannt werden."

Sr. Katharina

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