"Abenteuer im Heiligen Geist"

Ein Vertreter von Misereor informierte über die Geschichte und aktuelle Aufgaben dieses Hilfswerks.
Ein Vertreter von Misereor informierte über die Geschichte und aktuelle Aufgaben dieses Hilfswerks.

Misereor im Antoniuskloster

Am 14. April 2015 stellte Misereor im Antoniuskloster seine Arbeit vor. Imy Jansen und Andreas Lohmann waren eigens aus Aachen gekommen, um die Schwestern und interessierte LüdinghauserInnen über die Geschichte und aktuelle Aufgaben dieses Hilfswerks zu informieren. Seit Jahren sind die Schwestern dieser Organisation eng verbunden.

Zahlreiche Schwestern und Interessierte verfolgten den Vortrag.
Zahlreiche Schwestern und Interessierte verfolgten den Vortrag.

Beeindruckend waren die Geschichten aus dem Jahr 1958 über Kardinal Frings, dem Gründer von Misereor, der auf der Bischofskonferenz vor seinen Mitbrüdern über sein Anliegen sprach. Der Versprecher, dass Frings vor seinen "Kolleginnen und Kollegen im Bischofsamt" gesprochen habe, löste Heiterkeit aus - und zeigte, dass alle wach dabei waren. Kardinal Frings jedenfalls sah die Notwendigkeit, im beginnenden Wirtschaftswunder für andere Menschen einzustehen. Ein Hilfswerk, das - anders als Missio, das damals schon bestand, -  nicht primär religiösen Zwecken, sondern der Entwicklungshilfe dienen sollte, unabhängig von Geschlecht, Rasse, Religion. Dabei war von Anfang an die politische Dimension im Blick, die die Reichen an ihre Pflicht erinnert und auch strukturelle Fragen in Angriff nimmt. Misereor, die Kirche als Anwalt der Armen und Stimme der Rechtlosen! Was finanziell gegeben wird, ist nicht Almosen, sondern ein Anteil an den Gütern der Erde, der den Menschen von Rechts wegen zusteht. Fastenaktionen, sozial und spirituell, heute vor allem bekannt die Hungertücher, gehörten ebenfalls immer schon zur Aufgabe von Misereor.

Viele Beispiele erhellten das aktuelle Tun von Misereor und zeigten seinen Beitrag im Konzert der Hilfswerke auf. Dabei sind die Grundanliegen gleich geblieben, viele konkrete Formen aber haben sich verändert. Misereor sei eine Lerngemeinschaft, so die Referierenden.

Sr. Katharina verglich die fast 60 Jahre der "Lerngemeinschaft Misereor" mit der eigenen Gemeinschaft.
Sr. Katharina verglich die fast 60 Jahre der "Lerngemeinschaft Misereor" mit der eigenen Gemeinschaft.

Am Schluss bedankten sich die Schwestern herzlich. Als internationale Gemeinschaft ist den Franziskanerinnen der Blick über den Tellerrand eine wichtige Selbstverständlichkeit. Die Betonung von Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung, die viele Jahresthemen von Misereor hervorgehoben haben, ist urfranziskanisches Anliegen. Und: Fastenaktionen, die zeitgemäße Formen der Buße aufzeigen wollen, passen zum Auftrag der Franziskanerinnen "von der Buße und der christlichen Liebe". Mit einem Augenzwinkern verglich Sr. Katharina abschließend die fast 60 Jahre der "Lerngemeinschaft Misereor" mit der eigenen Gemeinschaft, die dieses Jahr 180 Jahre alt wird und auch - dreimal so alt wie Misereor - immer noch eine Lerngemeinschaft ist. An diesem Nachmittag jedenfalls haben die Schwestern viel gelernt und sind dankbar dafür.

Sr. Katharina

Kloster-ABC

"Klosterbegriffe" erklärt

Auf dieser Seite haben wir für Sie einige "Klosterbegriffe" speziell für unsere Gemeinschaft erläutert. weiter

Angebote

Wir sind offen für...

Gründerin

Catharina Damen, Mutter Magdalena (1787 – 1858)