Was bedeutet mir persönlich eigentlich mein Glaube?

Die Erzieherinnen aus dem St. Hubertuskindergarten in Kevelaer, welche beim Projekt  "Kita als Lebensort des Glaubens" mitmachen, waren am vergangenen Samstag, den 21. März,  zu einem Besinnungstag bei uns im Kloster. Dabei ging es nicht so sehr um die drängende Frage: Wie kann ich Kindern den Glauben näherbringen? Sie wollten vielmehr über den eigenen Glauben miteinander ins Gespräch kommen.

Lassen wir sie selber über diesen Tag zu Wort kommen.

Freundlich begrüßt wurden wir von Sabine Friedrich und Schwester Susann, die uns durch den Tag begleiteten. Nach einem kurzen Warmwerden mit Vorstellrunde im Tagungsraum ging es dann auch gleich in die Halle zu einer ersten "Glaubensherausforderung": Meditatives Tanzen war angesagt! Dass Glauben sich auf vielfältige Weise ausdrücken lässt und eben nicht nur im Kopf geschieht, sondern auch mit dem Leib ausgedrückt werden kann, lernten wir durch die begeisternde Art von Sr. Susann in der nächsten Stunde zu schätzen. Für die meisten von uns war das eine vollkommen neue Erfahrung des Gebetes, die aber – wie später in der Abschlussrunde deutlich wurde - sehr bereichernd empfunden wurde.

Leider hatte der Herrgott kein Einsehen mit unserer Planung; und es regnete Bindfäden, als Sabine Friedrich nach der Mittagspause mit uns rausgehen wollte, um gemeinsam einige Stationen des Kreuzweges zu beten. Kurzerhand wurde daher das gesamte Kloster in einen ´Kreuzweg` umfunktioniert, so dass wir bei dieser Gelegenheit verschiedene Kreuzesdarstellungen im Kloster ansehen und dazu meditieren durften. Sehr eindrucksvoll empfanden dabei viele von uns das lebensgroße Kreuz in der Marienkapelle des Klosters.

Um eine weitere Form des Gebetes zu "entdecken", machten wir uns dann wieder auf den Weg in die Marienkapelle, wo Sabine Friedrich uns eine kurze Einführung in die Meditation gab. Für viele war die Haltung bei der Meditation auf einem Meditationsbänkchen oder einem Meditationskissen noch sehr gewöhnungsbedürftig, trotzdem "schafften" es alle, sich zweimal fünf Minuten ganz der Stille hinzugeben und den eigenen Gedanken Raum zu geben. Für uns heutige Menschen, die wir es gewohnt sind, häufig von Radio und Fernseher "beduddelt" zu werden, schon eine echte kleine Herausforderung, die aber durchaus positiv erlebt wurde.

Zum Abschluss des Tages hatten wir uns eine gemeinsame hl. Messe gewünscht. Es war schön, dass wir diese in der Marienkapelle des Klosters feiern durften. So konnten wir den Tag in Dankbarkeit und Freude vor Gott ausklingen lassen.

Sr. Susann / Jennifer Kempen

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